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Der Verzicht auf tierische Lebensmittel
gilt als Wunderwaffe gegen
entzündlich-rheumatische Erkrankungen.

 

 

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Experten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung raten Rheumatikern deshalb zu einer vorwiegend vegetarischen Nahrungsweise1. Bei rein veganer Ernährung bei Rheuma scheiden sich allerdings die Geister. Der Grund ist eine mögliche Mangelernährung.

Vegetarische und vegane Ernährung bei Rheuma

Rheumatologen sind sich einig: Wer gegen Entzündungsprozesse in seinem Körper vorgehen will, sollte viel Gemüse und Obst essen – und möglichst wenig oder gar kein Fleisch. Gern wird hier auf die gesunde Mittelmeerkost verwiesen. Menschen mit Rheuma wechseln darauf hin oft zu einer vegetarischen oder veganen Ernährung. So können sie am sichersten die entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren vermeiden, die besonders in tierischen Lebensmitteln zu finden sind.

Studien zeigen etwa, dass bei rheumatoider Arthritis (RA) eine mediterrane Ernährung wirksam gegen die Symptome ist1. Außerdem weisen experimentelle Daten auf grundsätzlich deutliche antientzündliche Effekte bei einer vegetarischen Kostform hin.

Es gibt aber Aspekte, die bei Rheuma gegen eine rein vegane Ernährung sprechen. Ernährungsberater und Rheumatologen haben bei einem kompletten Verzicht auf tierische Lebensmittel aus zwei Gründen Bedenken: zum einen, weil es zu einem Mangel an Vitamin B12 kommen kann2. Zum anderen erhält der Körper möglicherweise nicht genügend Eiweiß2.

Ratgeber Rheuma: Ein Anhänger mit dem Schriftzug „100 % Vegan“ liegt auf einer Holzplatte
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Rheuma und vegane Ernährung: Vitamin B12 und Eiweiß sind wichtig

Hinter den Vorbehalten gegen eine vegane Ernährung bei Rheuma steckt Folgendes: Vitamin B12 ist an der Bluterzeugung beteiligt. Fehlt es, droht Blutarmut mit Begleiterscheinungen wie Müdigkeit und mangelnde Ausdauer. Die medikamentöse Behandlung von entzündlichem Rheuma kann eine Blutarmut noch verstärken, Rheumatiker haben also einen höheren Vitamin-B12-Bedarf. Deshalb funktioniert vegan bei Rheuma nur, wenn die Betroffenen Vitamin B12 in Form einer Nahrungsergänzung einnehmen.

Ein weiteres Problem einer Ernährung ohne jegliche tierische Produkte ist der drohende Eiweißmangel. Protein – so wird Eiweiß in der Medizin genannt – ist essenziell für den Muskel- und Knochenaufbau. Da Entzündungen zum Verlust von Muskel- und Knochenmasse führen, ist dieser Nährstoff für Rheumatiker besonders wichtig. Für Veganer ist es schwer, das tierische Eiweiß durch ausreichend pflanzliche Proteine zu ersetzen. Dazu müssen sie die verschiedenen pflanzlichen Eiweißquellen kombinieren, da diese Lücken bei bestimmten essenziellen Aminosäuren aufweisen. Mit tierischen Nahrungsmitteln wie Milch und Eiern gelingt es leichter, den Eiweißbedarf zu decken.

Ratgeber Rheuma: Eine Hand schreibt „B12“ auf eine Tafel
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Vegetarische Ernährung bei Rheuma ist empfehlenswert

Es ist möglich, den Körper bei ausschließlich veganer Kost mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Das erfordert jedoch viel Erfahrung und Sorgfalt bei der Auswahl der Lebensmittel. Mit einer ovo-lacto-vegetabilen Ernährung, die neben pflanzlichen Nahrungsmitteln auch Milchprodukte und Eier umfasst, ist es einfacher. Experten verweisen deshalb auf die gesunde Mittelmeerküche1, die reich an Gemüse, Getreide, Obst, Milchprodukten, Hülsenfrüchten, Samen sowie Nüssen ist und überwiegend auf pflanzliche Fette wie Olivenöl setzt – die perfekte vegetarische Ernährung bei Rheuma.

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Quellen:

1 Michalsen, A. „Rheuma und Ernährung.“ Arthritis und Rheuma 38.05 (2018): 356-362.
2  https://www.rheuma-liga.de/aktuelles/detailansicht/gesunde-ernaehrung-bei-rheuma-energie-fuer-jeden-tag