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Die rheumatoide Arthritis
ist eine Autoimmunerkrankung.
Das bedeutet, dass durch eine
Fehlsteuerung des Immunsystems
das körpereigene Gewebe
angegriffen wird, eine sogenannte
Autoimmunreaktion.
 

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Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind von der Wissenschaft noch nicht eindeutig geklärt. Mediziner*innen gehen aber davon aus, dass in der Regel mehrere Faktoren eine Rolle spielen:

  • Genetik: Viele Patient*innen mit rheumatoider Arthritis weisen Gemeinsamkeiten in den HLA-Genen („Human Leukocyte Antigen“) auf. Diese Gene markieren Zellen als körpereigen oder körperfremd. Dadurch kann das Immunsystem unterscheiden, welche Zellen bekämpft werden sollten und welche nicht. Sind die HLA-Gene jedoch verändert, funktioniert diese Unterscheidung nicht mehr, und das Immunsystem greift körpereigene Strukturen an. Dieser Vorgang wird Autoimmunreaktion genannt. Rund 70 Prozent der Patient*innen mit rheumatoider Arthritis tragen laut Untersuchungen die HLA-Genvariante DR4/DRB1 in sich.2
  • Umweltfaktoren: Infektionen, Allergien und Krankheitserreger (wie Herpes- oder Rötelnviren) stehen im Verdacht, Auslöser der Erkrankung zu sein. Auch Rauchen und Übergewicht gelten als Risikofaktoren.

Mehrere Faktoren müssen vermutlich über mehrere Jahre zusammenkommen, um eine rheumatoide Arthritis auszulösen.

Ratgeber Rheuma: HLA-Genvariante DR4/DRB1 unterm Mikroskop
iStock-642751714_Altayb

Wenn Sie’s genau wissen wollen

Was passiert bei einer Autoimmunreaktion?

Die Fehlsteuerung des Immunsystems bei einer rheumatoiden Arthritis lässt sich so beschreiben: Fehlprogrammierte Immunzellen wandern in die Gelenke und produzieren dort entzündungsfördernde Stoffe. Dazu zählen Zytokine, also Proteine, welche eine wichtige Rolle in der Koordination der Immunabwehr spielen. Bei einem gesunden Menschen befinden sich diese Zytokine im Gleichgewicht mit anderen Botenstoffen, die als Gegenspieler fungieren. Das verhindert Überreaktionen des Immunsystems. Die vermehrte Produktion von Zytokinen infolge der Fehlfunktion stört dieses empfindliche Gleichgewicht, es kommt zu Entzündungen. Diese führen zu starken Wucherungen der Gelenkinnenhaut, wobei vermehrt Flüssigkeit austritt, es entwickelt sich ein Gelenkerguss.3,4,5 Im weiteren Verlauf zerstört die wuchernde Gelenkinnenhaut nach und nach Knorpel, Knochen und Bänder des Gelenks.

Das Bild zeigt den Menschen mit Knochen und Muskeln
iStock-638997924_LarsNeumann

Symptome einer rheumatoiden Arthritis

Bei einer rheumatoiden Arthritis sind am häufigsten Finger-, Hand- und Zehengelenke betroffen, im Gegensatz zur Psoriasis-Arthritis jedoch nicht die Fingerend- und Zehenendgelenke. Die Entzündungen treten in der Regel in einem symmetrischen Muster auf, also an den gleichen Gelenken beider Hände beziehungsweise Füße. Es können bei der rheumatoiden Arthritis aber auch fast alle anderen Gelenke des Körpers sowie Organe, beispielsweise die Augen, beteiligt sein. Die Symptome treten meistens schubartig auf, dabei kann ein Schub wenige Wochen bis mehrere Monate andauern. Die betroffenen Gelenke schwellen an und schmerzen, der*die Patient*in hat zunehmend Schwierigkeiten zu greifen.

In einem Vorstadium einer rheumatoiden Arthritis kann es zu ersten Symptomen kommen1, die unspezifisch sind und sowohl schlagartig als auch schleichend auftreten können, wie:

  •  Müdigkeit
  •  Erschöpfungszustände
  •  Appetitlosigkeit
  •  Gewichtsabnahme
  •  erhöhte Temperatur oder Fieber

Das erschwert eine frühe Diagnose.

Bei einer rheumatoiden Arthritis sind typische Symptome am Bewegungsapparat3,4:

  • Die sogenannte Morgensteifigkeit: Eine vorübergehende, schlechtere Beweglichkeit der Gelenke nach dem Aufstehen sowie Schmerzen und Schwellungen der Gelenke. Es sind besonders die Finger betroffen. Die Beschwerden können bis zu mehreren Stunden anhalten und bessern sich dann langsam. Die Dauer der Steifigkeit steht in direkter Verbindung zu dem Stadium der Erkrankung.
  • Gelenkentzündungen: Die betroffenen Gelenke schwellen an und schmerzen – auch in Ruhe und vor allem in der zweiten Nachthälfte. Druck, Beugung oder Streckung verstärken die Schmerzen. Die Gelenke sind warm, aber in der Regel nicht gerötet. Anfänglich sind besonders die Fingergrund- und Fingermittelgelenke, die Handgelenke sowie die Zehengrundgelenke betroffen. Im weiteren Verlauf treten die Symptome darüber hinaus bei anderen, auch größeren Gelenken auf (Polyarthritis).
  • Verminderte Greifkraft der Hände: Alltagstätigkeiten fallen zunehmend schwer, da die Kraft fehlt und Schmerzen auftreten. Das vollständige Ballen der Faust ist oft nicht mehr möglich.
  • Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis): Betroffen sind besonders der Hand- und Sprunggelenksbereich. Anfängliche Schwellungen sind schmerzfrei, doch durch eine Schädigung der Nerven bei anhaltender Entzündung können auch benachbarte Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden. Das kann Schmerzen und Missempfindungen wie Taubheit verursachen.
  • Rheumaknoten: Vor allem an den Außenseiten von Ellenbogen und Händen, aber auch an der Achillessehne und am Unterschenkel bilden sich gutartige Knoten unter der Haut oder an den Sehnen.

Im weiteren Krankheitsverlauf entwickeln sich typische Fehlstellungen der Fingergelenke durch fixierte Beugestellungen und Überstreckungen.1

Ratgeber Rheuma: Eine Frau reibt sich die Hände
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Wenn Sie’s genau wissen wollen

Die Stadien einer rheumatoiden Arthritis

Die Symptome einer rheumatoiden Arthritis lassen sich den Stadien des Krankheitsverlaufs zuordnen3,7

Ratgeber Rheuma: Grafik der Rheuma-Stadien
Novartis

In seltenen Fällen können bei rheumatoider Arthritis auch Symptome an Blutgefäßen, Herz, Lunge, Speichel- und Tränendrüsen sowie Augen auftreten.1,6

Begleiterkrankungen(Komorbidität) der rheumatoiden Arthritis sind1,6:

  • Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Infektionen
  • Depressionen und Angststörungen
  • Lymphome (bösartige Krebserkrankungen von Abwehrzellen)

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Quellen:
1Rheumatologie Diagnostik - Klinik - Therapie Hans-Jürgen Hettenkofer, Matthias Schneider, Jürgen Braun (Herausgeber) 2014 6., vollständig überarbeitete Auflage Thieme (Verlag)
2https://www.netdoktor.de/krankheiten/rheumatoide-arthritis/, zuletzt aufgerufen am 21.03.2022
3Rheumatologie Diagnostik - Klinik - Therapie Hans-Jürgen Hettenkofer, Matthias Schneider, Jürgen Braun (Herausgeber) 2014 6., vollständig überarbeitete Auflage Thieme (Verlag)
4https://www.apotheken-umschau.de/Rheumatoide-Arthritis, zuletzt aufgerufen am 21.03.2022
5https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/rheumatoide-arthritis/ursachen-risikofaktoren.html, zuletzt aufgerufen am 21.03.2022
6https://www.pschyrembel.de/Rheumatoide%20Arthritis/K02XB, zuletzt aufgerufen am 21.03.2022