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Um festzustellen, ob ein Mensch
an Morbus Bechterew erkrankt ist,
sind verschiedene Untersuchungen
erforderlich.

 

iStock-467210891_michellegibson

Für die Diagnose von Morbus Bechterew wird der behandelnde Arzt im Rahmen des Gesprächs, der Anamnese, mit dem Patienten zunächst über dessen Beschwerden reden und ihn unter Umständen auf unspezifische Symptome ansprechen, die der Patient nicht unbedingt mit der Erkrankung in Verbindung bringt. Bei der körperlichen Untersuchung achtet der Arzt besonders auf Fehlhaltungen und Einschränkungen der Beweglichkeit. Mit dem Schober-Test lässt sich überprüfen, wie beweglich die Lendenwirbelsäule ist. Auf Finger und Zehen, an denen alle Gelenke entzündet sind, wird der Mediziner besonders achten, aber auch Entzündungen in Bereichen jenseits der schmerzenden Körperteile erfassen.1,2

Eine wichtige Rolle bei der Diagnose von Morbus Bechterew spielen bildgebende Verfahren: Untersuchungen mittels Röntgen, Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) und Ultraschall können Gelenkentzündungen, aber auch Verknöcherungen zeigen, die auf Morbus Bechterew hinweisen. Da die Frühform von Morbus Bechterew, die nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis (nr-axSpA) nicht auf einem Röntgenbild erkannt werden kann, sind MRT-Bilder für eine frühe Diagnose entzündlicher Veränderungen der Kreuzdarmbeingelenke, der Wirbelsäule und der Hüftgelenke unverzichtbar. 1,2

Das Protein HLA-B27 ist ein wichtiger Hinweis auf eine axiale Spondyloarthritis (axSpA) wie Morbus Bechterew, deshalb wird sein Vorhandensein bei einer Blutuntersuchung geprüft. Es ist jedoch möglich, Morbus Bechterew zu haben und nicht positiv auf das HLA-B27-Protein getestet zu werden. Ein hoher CRP-Spiegel (C-reaktives Protein) im Blut deutet auf Entzündungen hin, die aber nicht zwingend mit Morbus Bechterew zusammenhängen müssen, sondern auch auf andere Erkrankungen hinweisen können. 1,2

Die rheumatologische Fachgesellschaft „Assessment of SpondyloArthritis international Society“ (ASAS) hat ein Schema für die Klassifikation von axialen Spondyloarthritiden wie Morbus Bechterew oder seine Frühform erstellt. Eine Erkrankung gilt als gesichert3:

  • wenn der Patient in der Bildgebung eine Sakroiliitis (Entzündung innerhalb der Kreuzdarmbeingelenke) zusammen mit mindestens einem Merkmal einer Spondyloarthritis aufweist oder
     
  • wenn HLA-B27 nachgewiesen wird und der Patient zwei weitere Spondyloarthritis-Merkmale besitzt
Röntgen Bild eines Rückens
iStock-1203743434_Melena-Nsk

Wenn Sie’s genau wissen wollen

Methoden zur Messung der Krankheitsaktivität

Fragebögen zu Schmerzen und anderen Symptomen helfen im Zusammenspiel mit den Untersuchungsergebnissen, Messwerte für die Aktivität der Erkrankung zu bestimmen.

Die beiden bekanntesten Messwerte der Krankheitsaktivität sind:1,2

BASDAI (Bath Ankylosing Spondylitis Disease Activity Index): In den Index fließen unter anderem folgende Symptome und Beeinträchtigungen der zurückliegenden sieben Tage ein:

  • Müdigkeit und/oder Erschöpfung
  • Nacken-, Rücken- oder Hüftschmerzen
  • Schmerzen und/oder Schwellungen an Gelenken
  • Morgensteifigkeit nach dem Aufwachen

ASDAS (Ankylosing Spondylitis Disease Activity Score): Hier werden BASDAI-Kriterien wie Rückenschmerz, Gelenkschwellung und Morgensteifigkeit zusammen mit Ergebnissen aus der Blutuntersuchung (CRP- oder ESR-Wert) ausgewertet.

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Quellen:
1 Patientenleitlinie zur S3-Leitlinie Axiale Spondyloarthritis inklusive Morbus Bechterew und Frühformen. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/060-003p_S3_Axiale-Spondyloarthritis-Morbus-Bechterew-Fruehformen-2019-08.pdf, zuletzt aufgerufen am 23.08.2022
2 Rheumatologie Diagnostik - Klinik - Therapie Hans-Jürgen Hettenkofer, Matthias Schneider, Jürgen Braun (Herausgeber) 2014 6., vollständig überarbeitete Auflage Thieme (Verlag)